Festungsmuseum Sperre Trin

Herzlich Willkommen

Festungsmuseum Sperre Trin

Herzlich Willkommen

Über 60 Jahre lang, unterlagen die Bauten der Sperre Trin der Geheimhaltung!
Niemand ahnte, dass es sich beim Haus der Wasserversorgung Trin nicht um das handelt, was angeschrieben ist.
7 Bunker und ein Felswerk schützten die Engestelle in Trin.
Heute stehen diese einst verschlossenen Türen mehrere Male pro Monat offen!

Tretten Sie ein und erleben Sie ein stück Schweizer Geschichte

Besichtigung

Die geführte Besichtigung umfasst das Felswerk im Crap Sogn Barcazi und im Crap Pign, die durch ein Treppensystem miteinander verbunden sind, die Bunker Porclas Nord, West und Strasse (aussen) und die Küche des Festungswachtkorps FWK.
Die Führung dauert ca. 3 1/2 Stunden.

Unser Festungsbeizli hat während der Führung von 15.00 - 17.30 Uhr geöffnet!

Tenue:
Gute Schuhe, Jacke oder Pullover

Preise:
Erwachsene CHF 10.00
Kinder 6 - 16 Jahre CHF 6.00
Gruppen bis 10 Personen CHF 100.00, jede weitere Person CHF 8.00

Treffpunkt:
Parkplatz P6, Werkhof Porclis Trin, 13:30 Uhr, der Beschilderung folgen.

Preise gültig bis 31.12.2018

Die Besichtigung erfolgt auf eigenes Risiko, der Betreiber und Eigentümer übernimmt keine Haftung.
Es erfolgt keine Bestätigung der Anmeldung, die Führung findet immer statt!

So finden Sie uns...

Es erfolgt keine Bestätigung der Anmeldung, die Führung findet immer statt!

Spezialführungen Anmeldung notwendig

Führung mit Thailändischem Apero im Barcazi, danach ein Thailändisches Curry mit Reis im Festungsbeizli. Gekocht vom Thailändischen Koch Chao von Restaurant Vanis. Start 10.00 Uhr CHF 45.00 exkl. Getränke

Sonderausstellung

Sprengobjekte der Schweizer Armee

In der Ausstellung werden Originalkomponenten der Sprengobjekte gezeigt. Vom Sprengkessel zur Übertragungsladung. In verschiedenen Modellen ist die Funktionsweise ersichtlich. Verschiedene Karten und Dokumente ergänzen die Ausstellung.

Über viele Jahre hinweg bildeten Sperrstellen und damit auch permanente Sprengobjekte einen wichtigen Bestandteil der Schweizer Verteidigungsdoktrin. Bis Ende 2014 wird der Sprengstoff ausgebaut.

Sperrstellen haben den Zweck, gegnerische Bewegungen am Boden zu verzögern. Durch die Sprengung von geeigneten Objekten entstehen Zerstörungen, zu deren Behebung auch ein gut ausgerüsteter Gegner je nach Lage des Sprengobjektes Tage, Wochen oder Monate benötigen würde, um den Verkehrsweg auch nur provisorisch wiederherzustellen – ein hoher Preis, verglichen mit dem Aufwand des Verteidigers.

Das nun auslaufende Sprengobjekt-Konzept der Schweizer Armee basiert auf dem „Permanenten Spreng-Dispositiv 75“ (PSD 75), welches ab Ende der 1970er Jahre realisiert wurde. Sprengobjekte waren Brücken, Tunnel, Galerien, Stützmauern, Strassenkörper und Flugpisten. Viele davon waren aber nur baulich vorbereitet und nicht permanent mit Sprengstoff geladen. Zahlreiche Sprengobjekte wurden bereits seit 1991 nicht nur wegen der veränderten Bedrohungslage und zwecks Vermeidung von Unterhaltskosten aufgehoben, sondern auch weil heute mit fallweise und rasch anzubringenden mobilen Mitteln eine vergleichbare Wirkung erzielt werden kann.

Befugnis bei höheren Kommandostellen
Die Wahl des richtigen Zeitpunktes der Sprengung wäre dabei ein schwieriger Entscheid gewesen. Gesprengte Objekte reduzieren nicht nur die gegnerische, sondern natürlich auch die Beweglichkeit und damit die Handlungsfähigkeit des Verteidigers. Bei Objekten, deren Zerstörung besonders gravierende Folgen für eigene Interessen gehabt hätte (z.B. Brücken mit wichtigen Leitungen oder Eisenbahntunnels), lag deshalb die Sprengbefugnis bei höheren Kommandostellen. Nicht übersehen werden darf auch, dass bei Sprengobjekten in überbautem Gebiet vor der Zündung Evakuationen grösseren Umfangs geplant waren.

Bei allen permanent geladenen Sprengobjekten wird bis Ende 2014 der Sprengstoff ausgebaut. Die relativ lange Zeitdauer für den Ausbau war nicht zuletzt abhängig von den zur Verfügung stehenden Spezialisten. Zudem wurden die Arbeiten unter grossen Sicherheitsmassnahmen durchgeführt, was zur Folge hatte, dass pro Jahr nur eine begrenzte Zahl an Sprengobjekten entladen werden konnten.

Geländeverstärkungen über Jahrhunderte entwickelt
Das Gelände, respektive Permanente Geländeverstärkungen, spielten schon im schweizerischen Wehrwesen des Mittelalters eine grosse Rolle. Sperren und Hindernisse waren in den verschiedenen Schlachten der Schweizer Geschichte wesentliche Voraussetzungen für den Kampf. Auch 500 Jahre später hätte unsere Armee ohne umfangreiche Geländeverstärkungen respektive Sprengobjekte nicht erfolgreich verteidigen können. Das gilt für den Ersten Weltkrieg ebenso wie für den Zweiten Weltkrieg und die Zeit des Kalten Krieges zwischen 1950 und 1990.

Nach der Machtergreifung durch Adolf Hitler und die Nationalsozialisten Ende Januar 1933 änderte sich die Bedrohungslage – sechs Jahre später brach der Zweite Weltkrieg aus. Aus Schweizer Sicht ging es auch darum zu verhindern, dass der Gegner die wichtigsten Alpenübergänge hätte nutzen können. Die Permanenten Geländeverstärkungen und Sprengobjekte wurden ab 1939 energisch vorangetrieben. Ende Oktober 1940 waren über 1000 fertige Sprengobjekte und weitere 2000 Projekte vorhanden. Am Schluss des Zweiten Weltkrieges zählte man in der Schweiz mehrere hundert Sprengobjekte, welche auch am Ende des Kalten Krieges immer noch über sämtliche Landesteile verteilt waren. Bei allen permanent geladenen Sprengobjekten wird bis Ende 2014 der Sprengstoff ausgebaut.

Quelle:VBS

Beizli

Unser Festungsbeizli hat während der Führung von 15.00 - 17.30 Uhr geöffnet!
Nach der Führung servieren wir Ihnen gerne in
der Küche des FWK warme und kalte Getränke
oder eine Suppe.

Versuchen Sie auch unser spezielles Bunker – Bier.



Gerne stellen wir für Ihre Gruppe auch ein Apero zusammen.
Erkundigen Sie sich über die möglichkeiten.

Schulen

Geschichtsunterricht nicht im Schulzimmer sondern bei uns. . Durch unsere kompetenten Führer erfahren Sie viel über den Festungsbau, Verteidigung im 2. Weltkrieg und vielem mehr.
Als Schulklasse profitieren Sie von speziellen Konditionen.

Meinungen

"Nach einem kurzen Aufstieg: unter kompetenter Führung abtauchen in einen Berg voller Geheimnisse, abtauchen in die Geschichte zur Zeit des zweiten Weltkriegs. Das ist die Festungssperre Trin. Ein Erlebnis für Gross und Klein."
Schule Churwalden

Flyer [261 KB]

Shop

In unserem Shop finden Sie Interessante Artikel. Ob zum Essen, Anziehen oder ein Geschenk.
Mit dem Kauf unterstützen Sie unseren Verein.



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Verein

Gegründet wurde der VEREIN SPERRE TRIN am 24. Oktober 2009 anlässlich des Infotages in Trin.
Der Verein besteht aus Vorstand, Aktiv-, Passivmitgliedern und Gönnern.

Aktivmitglieder sorgen für den Unterhalt und sind zuständig für Führungen. Kurz gesagt, es sind die Helfer ohne die ein solches Projekt nicht funktionieren würde. Diese Arbeiten leisten sie in Fronarbeit! Zudem steuern Sie einen Mitgliederbeitrag von CHF 25. -- bei.

Passivmitglieder sind ebenfalls wichtig für unseren Verein. Sie unterstützen uns mit Ihrem wertvollen Mitgliederbeitrag von 50.-- Dieses Geld kommt dem Unterhalt der Anlagen zu Gute.

Gönnermitglieder helfen auch mit Ihrer finanziellen Unterstützung. Sie bezahlen einen Beitrag von 100.-- oder mehr, damit unser Verein die Mittel hat, seine Aufgabe so gut wie möglich zu erfüllen.

Helfen Sie uns als Aktiv-, Passiv-, Gönnermitglied, die Sperre Trin weiterhin der Nachwelt zu erhalten!

Melden Sie sich mit dem Formular als Mitglied an.

Vorstand
Präsident Markus Diethelm markus.diethelm@sperretrin.ch
Kassier Veraguth Rageth veraguth.rageth@sperretrin.ch
Bauten René Spack rene.spack@sperretrin.ch
Aktuar Georg Kessler georg.kessler@sperretrin.ch

Postanschrift:
Festungsmuseum Sperre Trin
Via Sorts 5
7130 Ilanz

Der Verein Sperre Trin ist bei folgenden Institutionen Mitglied:
MGR (Dachorganisation der Museen Graubündens)
VMS (Verband der Museen der Schweiz)
FORT.CH (Dachverband der zivilen Festungsorganisationen)
Museum A- zertifiziert vom VBS / ZSHAM. Flyer ZSHAM [546 KB]

Bankverbindung
Graubündner Kantonalbank 7002 Chur

IBAN: CH48 0077 4010 0642 8610 0
Konto Nr. 70-216-5
Verein Sperre Trin
7014 Trin

Geschichte

Trin, eine kleine Gemeinde mit etwa 1100 Einwohnern, liegt zwischen Chur und Flims. Das Dorf teilt sich in die drei Fraktionen
Trin, Trin Mulin und Trin Digg auf.

Auf dem Crap Sogn Bargazi trohnte einst eine Burg mit Kirche. Diese dürfte bis zu Beginn des 15 Jahrhundert bewohnt gewesen sein. Die Ruine wurde durch die Stiftung Fundaziun Crap Sogn Barcazi restauriert und kann so erhalten werden.

Nach neusten Forschungen wird die Ruine in die Zeit des hochmittelalters datiert. Die Burg war im Besitz der Herren von
Sagogn - Wildenberg. Der älteste Bau dürfte der Hauptturm (1) sein. Die Kirchenruine (2) kann ins 11. / 12. Jahrhundert datiert werden. Der Palas (3) und die Umgangsmauer (4) dürfte im 13. Jahrhundert gebaut worden sein. Am 2. Juli 1470 wurde die Anlage durch einen Brand zerstört und nicht wieder aufgebaut.

Im 2. Weltkrieg erwies sich Trin, wie schon im Mittelalter, als Sperre zum Bündner Oberland. Es ist die letzte Sperre vor dem Reduit. Die Schweizer Armee baute hier eine Festung in den Felsen, sowie mehrere Bunker im Umkreis, um das Eindringen des Feindes ins Reduit zu verhindern.

Heute sind diese Anlagen, die erste Rekognoszierung geht auf den 18. Januar 1941 zurück, noch erhalten. Die Sperre wurde im Inventar der Kampf- und Führungsbauten als "Sperre von Nationaler Bedeutung" eingestuft.

Das Felswerk im Crap Sogn Barcazi und Crap Pign ist unterirdisch durch über 300 Treppenstufen miteinander verbunden. Der Haupteingang befindet sich im Crap Sogn Barcazi bei der Seilbahnstation. Vier Leitern führen dem Fels entlang hinauf zum Eingang. Für Besucher ist der Aufstieg über die Leitern nicht möglich. Heute wird die Anlage durch den Notausgang betreten. Die Materialseilbahn wurde 1996 abgebrochen. 2015 konnten wir diese grosse Lücke wieder schliessen und die Seilbahn dank Sponsoren wieder Bauen. Zur Sperre gehören, ausser dem Felswerk, noch 7 Inf. Punker. Diese sind als Fels, Wasserwerk oder Schuppen getarnt.

2003 wurde für den Kanton Graubünden das "Inventar für Kampf- und Führungsbauten / Militärische Denkmäler im Kanton Graubünden vom VBS erstellt. (PDF [3'414 KB] [3'414 KB] ).
Darin wird die Sperrstelle Trin als Sperre von Nationalem Wert eingestuft.

Die Sperrstelle liegt westlich von Trin an der Zufahrtsstrasse ins Vorderrheintal. Ein Schwerpunkt mit einem Infanteriewerk im
Felsen und vier Bunkern im Wald befindet sich um den Burgfelsen von Crap Sogn Barcazi. Zwischen der Rheinschlucht und
Digg erstreckt sich ein Geländepanzerhindernis mit den entsprechenden Flankierwerken, die eine mögliche Umgehung der Hauptsperrstelle verhindern sollen.
Die Bedeutung dieser Passage im Mittelalter zeigt sich am Bau der Burgen Barcazi (9.–13. Jh.) und Hohentrin (13. Jh.). Auch die Strategen vor dem Ersten Weltkrieg
erkannten die Wichtigkeit einer massiven Befestigung an diesem Ort. Nachdem im Januar 1941 die Sperrstelle rekognosziert war, begannen im August 1941
die Bauunternehmen mit dem Errichten der Kampfanlagen. Im Juni 1943 war der grösste Teil bezugsbereit.
Die hohe Bedeutung der Sperrstelle für das Konzept des Reduits, die gute Erhaltung der Objekte, die Typenvielfalt, und nicht zuletzt
die Besiedlungsgeschichte des Burghügels sind die Gründe für eine Einstufung als
Sperre von nationalem Wert.

Seilbahn

Für dem Materialtransport in den Werkteil Barcazi stand eine Seilbahn zur Verfügung. Die offizielle Bezeichnung lautete Z312. Im September 1996, die Anlage war noch im Besitz des Bundes, wurde der Werkteil Barcazi ausgeräumt und die Seilbahn demontiert. Auch das, aus Naturstein gemauerte Häuschen, dass als Depot für die Strassensperre diente, wurde zu dieser Zeit abgebrochen. Der Grund war der Neubau eines Werkgebäudes der Gemeinde Trin. Im Jahr 2011 unternahm der Verein Sperre Trin erste Überlegungen für einen Wiederaufbau der Seilbahn. Es wurden Offerten eingeholt und die Machbarkeit eines solchen Projekts überprüft. Trotz der hohen Kosten wurde an der Generalversammlung im Jahr 2012 beschlossen, das Projekt in die Tat umzusetzen. Die Suche nach Sponsoren begann, was sich als nicht ganz so einfach herausstellte. Dennoch glaubten Private, Firmen und Stifungen an unser Projekt Seilbahn und unterstützten uns. Im Jahr 2015 konnte der Auftrag zur Planung der neuen Z312 vergeben werden. Im Juli des gleichen Jahres wurde mit dem Bau begonnen. Ende August 2015 waren die Arbeiten soweit abgeschlossen. So haben wir jetzt wieder eine Z312, die so aussieht wie die alte, die aber den neuen Sicherheitsvorschriften entspricht.

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